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Der Naturerlebnispfad im Zwickenbachtal führt durch die naturbelassene Umgebung entlang des Zwickenbachs.

An 4 verschiedenen Punkten finden Sie Info-Tafeln, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Standorts hinweisen:

Infotafel 1: Uferrandstreifen

Besondere Natur

Der Uferrandstreifen im Bereich der Mahdwiese verändert sich im Verlauf des Jahres stark. Durch die Bewirtschaftung wird die Ansiedlung feuchteliebende Gehölze wie Erle oder Weide verhindert. Es fällt viel Licht auf die Fläche und das Pflanzenwachstum wird gefördert.

Der Uferrandstreifen ist im Frühjahr aufgrund der niedrigen Temperaturen eher unscheinbar, aber im Sommer kannst du üppiges Pflanzenwachstum beobachten. Im Herbst haben viele Pflanzen nach der Blüte ihre Samen gebildet und Stängel wie Blätter vieler Pflanzen sterben ab. Der Igelkolben verstreut dann zum Beispiel seine feinhaarigen Samen mit dem Wind.

Interessant ist die ganz andere Zusammensetzung der Pflanzen- und Tierarten im Vergleich zum Uferrandstreifen im quellnahen Waldbach bei Tafel C oder D.

Die Jahreszeiten an der Wiese

Spätherbst

Spätherbst

Winter

Winter

Vorfrühling, im März

Frühling, im April

Vollfrühling, im Mai

Sommer, im Juli

Info-Tafel 2: Windwurffläche

Der Bach verändert sich!

Seit dem Windwurfeinfluss durch den Orkan Kyrill im Jahr 2007 haben wir die Fläche beobachtet. Der überwiegend mit etwa 100jährigen Rotbuchen bedeckte Bereich wurde nach dem orkan maschinell gerodet und die Bodenschicht mit den Wurzeltellern zum Teil mit Raupen abgeschoben. Der Bachlauf wie auch der Wegeverlauf wurden in diesem Abschnitt stark verändert. In den feuchteren Bereichen der Talsenke wurde nicht neu aufgeforstet. Hier konnten sich im Verlauf der Jahre eine Reihe von Pionierpflanzen ansiedeln. Im Vergleich zum längere Zeit bewirtschafteten Wald (im Westen Fichte, im Osten Douglasie, Lärche und Rotbuche) fallen im Jahr 2016 die stark entwickelte Kraut- und Strauchschicht und die Ansiedlung von Birke und Erle auf.

Frühling 2012

Die Rodungen der vorausgegangenen Jahre sind an den Wurzelstümpfen noch gut zu erkennen


Sommer 2012

Kräuter und Stauden haben sich angesiedelt. Pioniergehölze wie Birke oder Erle sind noch nicht erkennbar.

Sommer 2015

Stark entwickelte Kraut- und Strauchschicht. Pioniergehölze sind erkennbar. Am Bach haben sich Erle und Birke als Dickicht entwickelt.

Infotafel 3: Tiere und Pflanzen

Spezial-Leben am und im Bach

Der Zwickenbach und sein direktes Talumfeld ist Rückzugsort für zahlreiche besondere Pflanzen und Tiere.

Ein typischer Vertreter dieser besonderen Arten ist der Feuersalamander, der hier in den Bereichen von sauerstoffreichen, naturnahen Waldbächen seine Kinderstube hat. Während der ausgewachsene Feuersalamander an Land in feuchten Bodenbereichen kühler Laubwälder lebt, hält sich die kleine schwarze, molchähnliche Larve dauerhaft im Wasser auf. Tagsüber verborgen, gehen die Feuersalamander in der Nacht auf Beutejagd.

Das erwachsene Tier versteckt sich gerne unter Totholz und Steinfeldern in Hanglage, um dort zu überwintern. Es wird in Deutschland bis zu 23 Zentimeter lang und wiegt dann etwa 40 Gramm.

Gemäß Bundesartenschutzverordnung ist der Feuersalamander in Deutschland besonders geschützt. Die Tiere dürfen nicht gefangen, verletzt oder gar getötet werden.

Im Bereich des schnell fließenden Oberlauf heften sich viele Tiere an fest im Bachbett liegende Steine an. An der Unterseite kann man dann Wasserasseln, Strudelwürmer oder Köcherfliegenlarven finden.

Viele Köcherfliegenlarven bilden eine je nach Art besondere Schutzhülle. Sie verkleben kleine Steinchen und sonstiges Material mit körpereigenem Speichel zu einer Wohnröhre. Oft wird dieser Köcher auch fest an Steinen im Bachbett befestigt.

Infotafel 4:Naturschutz

Mensch und Natur: Engagiere dich für Naturnähe!

So kann ein naturnaher Bach aussehen!

Der Bach-Check

Kennst du auch einen Bach in deiner Wohnortnähe? Hat er einen Namen? Kennst du seine Quelle, seinen Verlauf und wo er mündet?

Mit ein bisschen Übung kannst du beurteilen, wie gut und naturnah der Bach ist!

Der Bach schlängelt sich in Kurven

Der Bach verläuft schnurgrade
Er weist natürliche Prall- und Gleithänge auf
Bach ist von Bäumen besäumt
Das Wasser im Bach ist klar
Das Bachbett besitzt reichhaltige Strukturen wie Wurzeln, Steine, Kiesbänke und Totholz
Das Wasser wird durch Steine, Totholz und Wurzeln verwirbelt
Das Wasser fließt ruhig und ohne Strudelbildung
Uferbegleitende Gehölze fehlen
Kräuter und Stauden sind im Uferrandstreifen bodenbedeckend vorhanden

Sponsoren Zwickenbachtal

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