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Fr. Becker

(Baugeschäft)

1875 zieht Friedrich Wilhelm Becker mit seiner Familie nach Melle. Er will sich selbständig machen und sieht dafür in dem aufstrebenden Ort eine gute Möglichkeit. An der Gesmolder Straße findet er ein geeignetes Grundstück, wo er sich zunächst als selbstständiger Maurermeister niederlässt. Neben dem Hochbau macht Becker den Brunnenbau zu seinem Spezialgebiet. Bald wird im Meller Raum der erste Tiefbrunnen gebohrt, der die Firma weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt macht. Die tiefste Bohrung erfolgte 1968 für die Wäscherei Tönsing in Neuenkirchen und 1978 eine Solebohrung für Bad Essen mit einer Tiefe von 380 m.

1902 übergibt Fritz Becker seinen Betrieb an seinen Schwiegersohn August Wedegärtner.

Die mit der Industriealisierung Melles verbundene wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung verschafft der Firma Becker eine Vielzahl von Aufträgen von relativ großem Umfang: in Melle z. B. Firma Rud. Starcke, Zündwarenfabrik Starcke, die Firmen Sudfeldt und Melchersmann; den Bau des Bahnhofes Westerhausen und den Umbau des Meller Bahnhofes in Bakum. Aber auch das Meller Postamt und das Meller Rathaus (1910) wurden von Becker gebaut, ebenso wie das Meller Freibad (1934) und das Jugendheim Grönenburg (1937).

1984 ging die Fa. Becker in Konkurs und wurde von der Fa. Köster (Osnabrück) übernommen.

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