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Dr. med. Johann Heinrich Bitter

(1804 – 1883)

Dr. Bitter, Sohn eines Wellingholzhausener Kaufmanns, erhielt nach Abschluss seines Medizinstudiums und seiner Promotion in Göttingen 1826 von der Königlichen Landdrostei in Osnabrück die Erlaubnis, sich in Wellingholzhausen als Arzt niederzulassen. Mit obrigkeitlicher Genehmigung verlegte er 1837 seinen Wohnsitz nach Melle und betrieb in seinem Hause an der Grönenbergerstraße eine ärztliche Praxis bis zu seinem Tode. Er war Königlicher Kreisphysikus, Geheimer Sanitätsrat, Gerichtsarzt und damals einer der ältesten, noch praktizierenden Ärzte im Landdrosteibezirk Osnabrück. Von ihm wurde berichtet, dass er in seinen fast 58 Jahren ärztlicher Tätigkeit immer ein guter Hausarzt und trotz eigener erheblicher Beschwerden im hohen Alter noch bei Tag und Nacht ein unermüdlicher Helfer bei Krankheit und Not war.

Im Jahre 1870 war er als freiwilliger Arzt im Meller Baracken-Lazarett für Verwundete tätig. Dafür erhielt er die Kriegs-Medaille für Nicht-Combattanten. Für seine großen Verdienste um die Volksgesundheit im Amte Grönenberg wurde ihm der Guelphen-Orden, ein Verdienstorden des Königreiches Hannover und der preußische Rothe-Adler-Orden mit Schleife verliehen.

Am 4. Februar 1876 verlieh ihm der Meller Magistrat anlässlich seines 50jährigen Arztjubiläums das Ehrenbürgerrecht.

Dr. Bitter war übrigens der Vater des schwedischen Erzbischofs Dr. theol. Albert Bitter.

Text auf dem Grabmal von Dr. med. Bitter:

Hier ruht in Gott

Dr. med. Joh. Heinr. Bruno

B i t t e r

Kreisphysikus u.

Geheimer

Sanitätsrath.

Ehrenbürger der Stadt

Melle

geb. 25. Juli 1804.

gest. 18. Sept. 1883.

Ich bin die Auferstehung

und das Leben.

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